Fake News bekämpfen

In den sozialen Medien werden immer wieder Hassrede und Desinformationen verbreitet. Erfolgreiche Regulierungsbemühungen gibt es bisher allerdings nicht. Fünf Leitlinien sollen Orientierung bieten.

27.03.2019 · Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften · Leibniz-Institut für Medienforschung │Hans-Bredow-Institut · News · Forschungsergebnis

Informationen im Internet werden oft „manipulativ, nur halbwahr oder sogar gezielt als staatliche Propagandamaßnahme eingesetzt“, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Februar 2019 anlässlich der Eröffnung der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in Berlin: „Deshalb müssen wir lernen, auch mit den sogenannten Fake News als Teil einer hybriden Kriegsführung umzugehen“ (Bundeskanzleramt 2019).

Facebook, Wikipedia, YouTube oder Twitter werden zunehmend zu einem Vehikel für den strategischen Einsatz von Informationen durch Staaten (sogenannte Des-/Informationsoperationen). Diese Plattformen, die begrifflich als ‚soziale Medien‘ gefasst werden, geben ihren Nutzerinnen und Nutzern vielfältige Möglichkeiten der Informationsbeschaffung, Vernetzung, Meinungsbildung und Kommunikation. Dass diese Prozesse Recht und Regeln brauchen, ist klar; weniger offensichtlich ist indes, warum bestehende Verfahren der Normenproduktion Hassrede und Desinformation bislang nicht erfolgreich eindämmen konnten.

Das Spotlight beleuchtet Erfolge und Defizite bisheriger Normbildungsprozesse und Regulierungsbemühungen im Bereich sozialer Medien, insbesondere auf regionaler und globaler Ebene. Darauf aufbauend werden fünf Leitlinien benannt, die dazu beitragen könnten, die Defizite bisheriger Regulierungsversuche zu überwinden.

Als Download  kostenlos verfügbar (PDF).

Originalpublikation

Kettemann, Matthias C. (2019): Internationale Regeln für Soziale Medien: Menschenrechte wahren und Desinformation bekämpfen. Global Governance Spotlight 2|2019.

Weitere Informationen

www.leibniz-hbi.de