Dürre Zeiten

Das Bild zeigt ein dürres Maisfeld.

Deutsche Landwirte rechnen mit großen Einbußen aufgrund der aktuellen Dürreperiode. Digitalisierung könnte ein nachhaltiges Risikomanagement unterstützen, wie Forscher aufzeigen.

27.08.2018 · Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien · Forschungsergebnis · HP-Topnews · Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften

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Mit Blick auf die aktuelle Dürreperiode in Deutschland veröffentlichte das IAMO eine Publikation zum Thema „Landwirtschaft in Zeiten der Dürre: Wie Digitalisierung ein nachhaltiges Risikomanagement unterstützen kann“. Der IAMO Policy Brief 35 wurde von Lena Kuhn, Ihtiyor Bobojonov und IAMO-Direktor Thomas Glauben herausgegeben.

Die gegenwärtige Dürresituation in Deutschland entwickelte sich in diesem Sommer zu einem der meistdiskutierten Themen. Insbesondere die Landwirtschaft erwartet erhebliche wirtschaftliche Einbußen durch Ernteschäden. Während Dürren in Deutschland erst jetzt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt sind, leiden Landwirte in Osteuropa oder Zentralasien schon seit mehr als einer Dekade an sich häufenden Dürreereignissen. Zur geeigneten Anpassung der Landwirtschaft an Extremwettereignisse, besteht ein zunehmender Bedarf an modernen Risikomanagementinstrumenten. Hier bieten sich durch digitale Technologien vielfältige innovative Voraussetzungen für ein effektives Risikomanagement. Deutschland besitzt beste Voraussetzungen für Anwendung digitaler Technologien zur Unterstützung marktbasierter Risikoinstrumente, wie etwa Dürreversicherungen. Entsprechend sollten Anreize für nachhaltige marktorientierte Formen des Risikomanagements gesetzt werden, so dass Landwirte nicht von Hilfszahlungen in Dürrezeiten abhängig sind.

Publikation

Die Publikation ist in der deutschen Sprache erschienen und kann kostenfrei heruntergeladen werden: www.iamo.de/publikationen/iamo-policy-briefs.

Kontakt

Daniela Schimming
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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